Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Tavor® 0,5 mg
Tavor® 1,0 mg
Tavor® Tabs 2,0 mg
Tavor® 2,5 mg

Ta­blet­ten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Ta­blet­te Tavor 0,5 mg enthält 0,5 mg Lora­ze­pam.
1 Ta­blet­te Tavor 1,0 mg enthält 1 mg Lora­ze­pam.
1 Ta­blet­te Tavor Tabs 2,0 mg enthält 2 mg Lora­ze­pam.
1 Ta­blet­te Tavor 2,5 mg enthält 2,5 mg Lora­ze­pam.

Sonstiger Be­stand­teil mit bekannter Wirkung: Lac­to­se-Mo­no­hy­drat

Dieses Arzneimit­tel enthält 33,125 mg Lac­to­se-Mo­no­hy­drat pro 0,5 mg Ta­blet­te.
Dieses Arzneimit­tel enthält 67,65 mg Lac­to­se-Mo­no­hy­drat pro 1,0 mg Ta­blet­te.
Dieses Arzneimit­tel enthält 133,425 mg Lac­to­se-Mo­no­hy­drat pro 2,0 mg Ta­blet­te.
Dieses Arzneimit­tel enthält 132,925 mg Lac­to­se-Mo­no­hy­drat pro 2,5 mg Ta­blet­te.
Vollständige Auflistung der sonstigen Be­stand­tei­le siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Ta­blet­te

Tavor 0,5 mg:
Blaue, runde Ta­blet­te mit der Prägung „0,5“

Tavor 1,0 mg:
Weiße, runde Ta­blet­te mit der Prägung „1,0“ und ei­ner Bruchkerbe

Tavor Tabs 2,0 mg:
Gelbe, längliche Ta­blet­te mit drei Bruchkerben

Tavor 2,5 mg:
Gelbe, runde Ta­blet­te mit der Prägung „2,5“ und ei­ner Bruchkerbe

Die Bruchkerbe dient nur zum Tei­len der Ta­blet­te, um das Schlucken zu erleichtern und nicht zum Tei­len in gleiche Dosen.

4. KLINISCHE ANGABEN

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

7. INHABER DER ZULASSUNGEN

PFIZER PHARMA GmbH
Friedrichstr. 110
10117 Berlin
Tel.: 030 550055-51000
Fax: 030 550054-10000

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Tavor 0,5 mg: 6174941.00.00
Tavor 1,0 mg: 6174941.01.00
Tavor Tabs 2,0 mg: 6175142.00.00
Tavor 2,5 mg: 6174941.02.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNGEN

Datum der letzten Verlängerung der Zulassungen: 21. Januar 2008

10. STAND DER INFORMATION

November 2023

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

12. Sonstige Hinweise

Empfehlungen des Sachverständigenausschusses der Bundesregierung für den Arzt zur sachgerechten Anwendung von Benzodiazepinen:

Benzodiazepine sind Arzneistoffe, die überwiegend zur vorübergehenden Behandlung schwerer Angstzustände, Schlafstörungen sowie zur Behandlung von Muskelverspannungen und Epilepsien eingesetzt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen werden Benzodiazepine zu häufig und über eine zu lange Zeit verordnet, was zu einer Abhängigkeitsentwicklung führen kann. Dieses Risiko steigt mit der Höhe der Dosis und der Dauer der Anwendung an. Neben ihrem Abhängigkeitspotenzial haben Benzodiazepine weitere unerwünschte Arzneimittelwirkungen, z. B. Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, verstärktes Wiederauftreten der ursprünglichen Symptomatik nach Absetzen der Medikation (Rebound-Schlaflosigkeit, Rebound-Angst, delirante Syndrome, Krämpfe), Gedächtnisstörungen sowie neuropsychiatrische Nebenwirkungen. Sie können auch die pharmakokinetischen Eigenschaften anderer Arzneistoffe beeinflussen. Neben der Abhängigkeitsentwicklung gibt auch der Missbrauch von Benzodiazepinen seit längerem Anlass zur Besorgnis. Deshalb sind von den verordnenden Ärzten die folgenden Richtlinien zu beachten, die unter Berücksichtigung von Veröffentlichungen der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft und der Arbeitsgemeinschaft Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie formuliert wurden:

1. Sorgfältige Indikationsstellung!

2. Bei Patienten mit einer Abhängigkeitsanamnese ist besondere Vorsicht geboten. In der Regel keine Verschreibung.

3. In der Regel kleinste Packungseinheit verordnen.

4. In möglichst niedriger, aber ausreichender Dosierung verordnen. Dosis möglichst frühzeitig reduzieren bzw. Dosierungsintervall in Abhängigkeit von der Wirkungsdauer vergrößern.

5. Therapiedauer vor Behandlungsbeginn mit dem Patienten vereinbaren und Behandlungsnotwendigkeit in kurzen Zeitabständen überprüfen. Eine Therapiedauer von länger als 2 Monaten ist wegen des mit der Dauer der Benzodiazepin-Einnahme steigenden Risikos einer Abhängigkeitsentwicklung nur in begründeten Ausnahmefällen möglich. Es gibt Abhängigkeit auch ohne Dosissteigerung sowie die so genannte „Niedrigdosis-Abhängigkeit“!

6. Innerhalb der Therapiedauer möglichst frühzeitig schrittweise Dosisreduktion (Ausschleichen) bzw. Vergrößerung des Dosierungsintervalls, um Entzugssymptome wie z. B. Unruhe, Angst, Schlafstörungen, delirante Syndrome oder Krampfanfälle zu vermeiden.

7. Aufklärung des Patienten, dass Benzodiazepine keinesfalls an Dritte weiterzugeben sind.

8. Verordnungen von Benzodiazepinen sollten vom Arzt stets eigenhändig ausgestellt und dem Patienten persönlich ausgehändigt werden.

9. Beachtung der Fach- und Gebrauchsinformation sowie der einschlägigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

10. Alle Abhängigkeitsfälle über die jeweiligen Arzneimittelkommissionen der Kammern der Heilberufe dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Kenntnis bringen.

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