Agnolyt® MADAUS
Hartkapseln
Wirkstoff: Keuschlammfrüchte‑Trockenextrakt
Wirkstoff:
1 Hartkapsel enthält:
4,0 mg Trockenextrakt aus Keuschlammfrüchten (7‑13:1)
Auszugsmittel: Ethanol 60 % (m/m)
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.
Hartkapseln
Rhythmusstörungen der Regelblutung (Regeltempoanomalien), Spannungs‑ und Schwellungsgefühl in den Brüsten (Mastodynie), monatlich wiederkehrende Beschwerden vor Eintritt der Regelblutung (Prämenstruelle Beschwerden).
Hinweis: Bei Spannungs‑ und Schwellungsgefühl in den Brüsten sowie bei Störungen der Regelblutung sollte zunächst ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die einer ärztlichen Untersuchung bedürfen.
Dosierung
Einmal täglich 1 Kapsel (entsprechend 40 mg Droge) einnehmen.
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine relevante Indikation bei Kindern vor der Pubertät.
Die Anwendung während der Pubertät und bei Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund fehlender Daten nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Die Kapseln sollen möglichst immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden. Die Einnahme sollte über mindestens 3 Monatszyklen erfolgen.
Wenn die Symptome über die Anwendung von drei Monaten hinaus anhalten, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Das Präparat darf nicht eingenommen werden bei:
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
Hypophysentumoren
Mammakarzinom.
Patienten, die an einem östrogenempfindlichen malignen Tumor leiden oder gelitten haben, sollten vor der Anwendung von Agnolyt MADAUS ihren Arzt konsultieren.
Patienten, die Dopaminagonisten, Dopaminantagonisten, Östrogene und Antiöstrogene anwenden, sollten vor der Anwendung von Agnolyt MADAUS ihren Arzt konsultieren (siehe Abschnitt 4.5).
Es wird angenommen, dass Keuschlammfrüchte (Vitex agnus‑castus) auf die Hypophysen-Hypothalamus-Achse wirken, weshalb Patienten mit einer Hypophysenerkrankung in der Vorgeschichte vor der Anwendung einen Arzt aufsuchen sollten.
Bei Prolaktin-sezernierenden Tumoren der Hypophyse kann die Einnahme von Agnolyt MADAUS Symptome des Tumors verschleiern.
Wenn sich die Symptome während der Anwendung des Arzneimittels verschlimmern, sollte ein Arzt, ein Apotheker oder medizinisches Fachpersonal konsultiert werden.
Zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Daten vor.
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
Aufgrund der möglichen dopaminergen und östrogenen Wirkungen von Keuschlammfrüchten (Vitex agnus‑castus) können Wechselwirkungen mit Dopaminagonisten, Dopaminantagonisten, Östrogenen und Antiöstrogenen nicht ausgeschlossen werden.
Schwangerschaft
Es liegen keine Daten zur Anwendung von Keuschlammfrüchte bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien sind hinsichtlich der Reproduktionstoxizität unzureichend (siehe Abschnitt 5.3). Die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Keuschlammfrüchte oder deren Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Daten aus Reproduktionsstudien deuten darauf hin, dass Keuschlammfrüchte die Laktation beeinflussen können. Ein Risiko für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Die Anwendung während der Stillzeit wird nicht empfohlen.
Fertilität
Es liegen keine Fertilitätsdaten vor.
Agnolyt MADAUS hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
System Organ Klassen |
Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar) |
Erkrankungen des Immunsystems |
schwere allergische Reaktionen mit Gesichtsschwellung, Dyspnoe und Schluckbeschwerden |
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes |
Juckreiz, allergische Hautreaktionen wie Hautausschlag und Urtikaria, Akne |
Erkrankungen des Nervensystems |
Kopfschmerzen, Schwindel |
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts |
Übelkeit, Bauchschmerzen |
Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane |
Menstruationsstörungen |
Wenn andere, oben nicht genannte Nebenwirkungen auftreten, sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung über Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: https://www.bfarm.de anzuzeigen.
Auch bei Einnahme größerer Mengen Agnolyt MADAUS sind keinerlei
Risiken zu erwarten, so dass keine speziellen Maßnahmen erforderlich sind
Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Gynäkologika
ATC-Code: G02CX03
Die Wirkungsweise ist nicht bekannt.
Es gibt Hinweise, daß wäßrig‑alkoholische Extrakte aus Keuschlammfrüchten (Vitex agnus‑castus) in vitro die Prolaktinsekretion inhibieren.
Hemmende Einflüsse auf die Prolaktinfreisetzung und dopaminerge (dopaminagonistische) Wirkungen wurden in präklinischen Studien von verschiedenen Arbeitsgruppen beobachtet. In der Humanpharmakologie ist eine Senkung erhöhter Prolaktinspiegel durch Keuschlammfrüchte (Vitex agnus‑castus) nicht zweifelsfrei nachgewiesen.
Es gibt widersprüchliche Ergebnisse hinsichtlich der Bindung an Östrogenrezeptoren im Allgemeinen und der bevorzugten Bindung an β- oder α-Rezeptoren. Darüber hinaus gibt es einige Hinweise auf β-Endorphin-ähnliche Aktivität (möglicherweise über μ-Opiat-Rezeptor-Bindung).
Zur Pharmakokinetik liegt kein Erkenntnismaterial vor.
Es liegen nur begrenzte präklinische Daten zur Sicherheit von Keuschlammfrüchten (Vitex agnus‑castus) oder Zubereitungen daraus vor.
Mutagenitäts- und Kanzerogenitätstests wurden nicht durchgeführt.
In zwei Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe an Ratten (4 Wochen, 26 Wochen) wurden Anzeichen einer Lebertoxizität beobachtet.
Es wurden keine ausreichenden Tests zur Reproduktionstoxizität durchgeführt.
5.4 Bioverfügbarkeit
entfällt
Glucosesirup, Lactose‑Monohydrat, Talkum, Maisstärke, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid, Gelatine, Natriumdodecylsulfat, gereinigtes Wasser, Farbstoff E 171
Nicht zutreffend.
5 Jahre
PVC/PVDC-Alublister
Unverkäufliches Muster mit 10 Hartkapseln
Packung mit 30 Hartkapseln
Packung mit 60 Hartkapseln
Packung mit 100 Hartkapseln
Es werden möglicherweise nicht alle Packungen in Verkehr gebracht
Keine besonderen Anforderungen.
Viatris Healthcare GmbH
Lütticher Straße 5
53842 Troisdorf
44182.00.00
21.01.1999 / 05.06.2008
Mai 2026
Apothekenpflichtig