Amyvid® 800 MBq/ml / 1.900 MBq/ml In­jektionslösung

Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Amyvid® 800 MBq/ml In­jektionslösung
Amyvid® 1.900 MBq/ml In­jektionslösung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Amyvid® 800 MBq/ml In­jektionslösung

Jeder ml In­jektionslösung enthält 800 MBq Florbetapir (18F) zum Kalibrierzeitpunkt.
Die Radioaktivität pro Durchstechflasche liegt im Bereich von 800 MBq bis 12.000 MBq zum Kalibrierzeitpunkt.

Amyvid® 1.900 MBq/ml In­jektionslösung

Jeder ml In­jektionslösung enthält 1.900 MBq Florbetapir (18F) zum Kalibrierzeitpunkt.
Die Radioaktivität pro Durchstechflasche liegt im Bereich von 1.900 MBq bis 28.500 MBq zum Kalibrierzeitpunkt.

Fluor-18 zerfällt mit ei­ner Halbwertszeit von et­wa 110 Minuten in stabilen Sauer­stoff-18 unter Positronenemission mit ei­ner Energie von 634 keV und an­schlie­ßen­der Emission von Annihilierungsphotonen mit ei­ner Energie von 511 keV.

Sonstige Be­stand­tei­le mit bekannter Wirkung

Jede Do­sis enthält bis zu 790 mg Etha­nol und 37 mg Na­tri­um.

Vollständige Auflistung der sonstigen Be­stand­tei­le, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

In­jektionslösung.

Klare, farblose Lö­sung.

4. KLINISCHE ANGABEN

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

7. INHABER DER ZULASSUNG

Eli Lilly Nederland B.V.
Orteliuslaan 1000
3528 BD Utrecht
Niederlande

8. ZULASSUNGSNUMMERN

EU/1/12/805/001
EU/1/12/805/002
EU/1/12/805/003
EU/1/12/805/004

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 14. Januar 2013
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 21. September 2017

10. STAND DER INFORMATION

Januar 2026

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.eu­ropa.eu/ verfügbar.

11. DOSIMETRIE

Die geschätzte Strahlendosis, die von den Organen und Geweben eines durchschnittlichen erwachsenen Patienten (70 kg) nach Gabe von 370 MBq Florbetapir (18F) unter Verwendung einer Standardmethode zur Bestimmung der Dosimetrie (ICRP 30) absorbiert wird, ist nachfolgend tabellarisch dargestellt. Für die Blasenentleerung wurden keine Annahmen getroffen.

Organ/Gewebe

Absorbierte Dosis pro angewendeter Aktivität
(μGy/MBq)

Durchschnitt

Nebennieren

13,6

Gehirn

10,0

Mammae

6,2

Gallenblasenwand

143,0

Untere Dickdarmwand

27,8

Dünndarm

65,5

Magenwand

11,7

Obere Dickdarmwand

74,4

Herzwand

12,7

Nieren

13,0

Leber

64,4

Lunge

8,5

Muskeln

8,6

Ovarien

17,6

Pankreas

14,4

Rotes Knochenmark

14,3

Osteogene Zellen

27,6

Haut

5,9

Milz

8,9

Hoden

6,8

Thymus

7,3

Schilddrüse

6,8

Harnblasenwand

27,1

Uterus

15,6

Gesamtkörper

11,6

Effektive Dosis [μSv/MBq]a

18,6

a

Angenommener Qualitätsfaktor (Q) von 1 für die Umrechnung der absorbierten Dosis in die effektive Dosis für 18F.

Die effektive Dosis beträgt etwa 7 mSv nach Gabe einer Aktivität von 370 MBq bei einem Erwachsenen mit einem Gewicht von 70 kg. Wenn im Rahmen der PET-Aufnahme gleichzeitig ein CT durchgeführt wird, erhöht sich die Strahlenbelastung in Abhängigkeit von den für die CT-Aufnahme gemachten Einstellungen. Bei einer verabreichten Aktivität von 370 MBq beträgt die absorbierte Dosis am Zielorgan Gehirn 3,7 mGy.

Für eine verabreichte Aktivität von 370 MBq beträgt die an kritischen Organen absorbierte Dosis 53 mGy an der Gallenblase, 27,5 mGy an der oberen Dickdarmwand, 10,3 mGy an der unteren Dickdarmwand, 24,2 mGy am Dünndarm und 23,8 mGy an der Leber.

12. ANWEISUNGEN ZUR ZUBEREITUNG VON RADIOAKTIVEN ARZNEIMITTELN

Zubereitung

Die Packung muss vor der Anwendung überprüft und die Aktivität muss mit einem Aktivimeter bestimmt werden.

Der Inhalt sollte unter aseptischen Bedingungen entnommen werden. Die Durchstechflasche darf nicht vor der Desinfektion des Stopfens geöffnet werden, und die Lösung muss durch den Stopfen hindurch mittels steriler Einwegspritze mit einer geeigneten Schutzabschirmung und sterilen Einwegnadeln oder mit einem dafür freigegebenen automatischen Anwendungssystem entnommen werden. Es dürfen nur Polypropylen/HDPE-Spritzen verwendet werden. Die Durchstechflasche darf nicht verwendet werden, wenn ihre Unversehrtheit nicht gewährleistet ist.

Amyvid kann unter aseptischen Bedingungen mit isotonischer Natriumchloridlösung für Injektionszwecke bis zu einem Verhältnis von maximal 1:5 verdünnt werden. Verdünntes Arzneimittel muss innerhalb von 4 Stunden nach der Verdünnung verwendet werden.

Qualitätskontrolle

Die Lösung muss vor der Anwendung visuell überprüft werden. Es dürfen nur farblose Lösungen, die frei von sichtbaren Partikeln sind, verwendet werden.

13. VERSCHREIBUNGSSTATUS / APOTHEKENPFLICHT

Verschreibungspflichtig

14. KONTAKTADRESSE IN DEUTSCHLAND

Lilly Deutschland GmbH
Werner-Reimers-Straße 2 – 4
D-61352 Bad Homburg
Tel. +49-(0) 6172 273 2222

Zum Seitenanfang