Espumisan® Emulsion
40 mg/ml, Emulsion zum Einnehmen
1 ml Emulsion zum Einnehmen enthält 40 mg Simeticon.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.
Emulsion zum Einnehmen
Milchig-weiße bis gelbliche, dünnflüssige Emulsion zum Einnehmen
Zur symptomatischen Behandlung gasbedingter Magen-Darm-Beschwerden, z. B. Meteorismus, Säuglingskoliken (Dreimonatskoliken)
Als Hilfsmittel zur Diagnostik im Bauchbereich, wie z. B. Röntgen, Sonographie, Gastroskopie
Als Entschäumer bei Intoxikationen mit Tensiden
Dosierung
Espumisan Emulsion wird mit Tropfer, Dosierbecher oder Pumpheber dosiert.
25 Tropfen entsprechen 1 ml.
1 Pumpstoß enthält 1 ml Emulsion zum Einnehmen (entsprechend 40 mg Simeticon).
Die empfohlene Dosis beträgt:
Zur Behandlung von gasbedingten Magen-Darm-Beschwerden
z. B. Meteorismus, Säuglingskoliken (Dreimonatskoliken)
Alter |
Dosierung |
Häufigkeit der Einnahme |
Säuglinge |
Je 25 Tropfen (entsprechend 1 ml) in die Flaschennahrung bzw. vor oder nach dem Stillen |
|
Kinder: 1 – 6 Jahre |
25 Tropfen |
3- bis 5-mal täglich |
Kinder und Jugendliche: 6 – 14 Jahre |
25 – 50 Tropfen |
3- bis 5-mal täglich |
Jugendliche ab 14 Jahre und Erwachsene |
50 Tropfen |
3- bis 5-mal täglich |
Als Hilfsmittel zur Diagnostik im Bauchbereich
Röntgen, Sonographie
am Tag vor der Untersuchung |
am Morgen des Untersuchungstages |
3-mal 2 ml |
2 ml |
Als Zusatz zu Kontrastmittelsuspensionen
4 – 8 ml |
Zur Vorbereitung einer Gastroskopie
vor der Endoskopie 4 – 8 ml |
Als Entschäumer bei Intoxikationen mit Tensiden
Je nach Schwere der Vergiftung:
Alter |
Dosierung |
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Kinder |
2,5 – 10 ml* |
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Erwachsene |
10 – 20 ml* |
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* |
Diese Dosierungen können wie folgt erreicht werden, z. B.: |
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2,5 ml |
= 2 ml mit dem Dosierbecher plus 13 Tropfen mittels Senkrechttropfer |
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10 ml |
= 2-mal 5 ml mit dem Dosierbecher |
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20 ml |
= 4-mal 5 ml mit dem Dosierbecher |
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Art der Anwendung
Espumisan Emulsion wird zu oder nach den Mahlzeiten, bei Bedarf auch vor dem Schlafengehen, eingenommen.
Die Einnahme ist auch nach Operationen möglich.
Vor Gebrauch schütteln; zum Tropfen die Flasche senkrecht nach unten halten.
Auf den Schraubverschluss der Tropfflasche ist ein Dosierbecher mit Milliliter-Einteilung aufgesteckt. Bei Bedarf kann er abgezogen und anstelle des Tropfers zum Abmessen der Dosis benutzt werden, z. B. bei Spülmittelvergiftungen.
Hinweis: Aufgrund der Verschluckungsgefahr gehört der Dosierbecher nicht in Kinderhände.
Die Dauer der therapeutischen Anwendung richtet sich nach dem Verlauf der Beschwerden. Espumisan Emulsion kann, falls erforderlich, über längere Zeit eingenommen werden (Hinweis in Abschnitt 4.4 beachten).
Hinweise zur Verwendung der Spezialpackung mit Pumpdosierer:
Vor Gebrauch schütteln. Nach Entfernen des Schraubverschlusses wird die Dosierpumpe fest mit der Flasche verschraubt. Vor dem ersten Gebrauch wird der Dosierkopf in Pfeilrichtung (Stellung "open") bis zum Anschlag gedreht und solange heruntergedrückt bis die erste Flüssigkeit austritt. Danach wird zum Fördern der gewünschten Menge Espumisan Emulsion der Dosierkopf entsprechend der in der Dosierungsanleitung genannten Anzahl von Pumpstößen gleichmäßig nach unten gedrückt. Nach Gebrauch wird der Dosierkopf in Pfeilrichtung (Stellung „closed“) bis zum Anschlag gedreht. In dieser Stellung ist ein Herunterdrücken des Dosierkopfes nicht mehr möglich. Dosierpumpe niemals ohne Flüssigkeit betätigen!
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.
Bei neu auftretenden und/oder länger anhaltenden Bauchbeschwerden sollten diese klinisch abgeklärt werden.
Informationen über sonstige Bestandteile
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro 1 ml, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.
Bisher keine bekannt.
Es bestehen keine Bedenken gegen die Einnahme von Espumisan Emulsion während der Schwangerschaft und Stillzeit.
Espumisan Emulsion hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Urtikaria, Ausschlag, Erythem, Pruritus, allergischer Dermatitis und anderer Hautreaktionen, wurden für Arzneimittel, die Simeticon enthalten, berichtet. Die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar (Häufigkeit nicht bekannt).
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Es wurden bisher keine Fälle von Überdosierung berichtet.
Da Simeticon chemisch und physiologisch vollkommen inert ist, ist eine Intoxikation praktisch ausgeschlossen. Auch große Mengen Espumisan Emulsion werden symptomlos vertragen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei funktionellen gastrointestinalen Störungen; Silikone; ATC-Code: A03AX13
Espumisan Emulsion enthält als wirksamen Bestandteil Simeticon, ein stabiles, oberflächenaktives Polydimethylsiloxan. Es verändert die Oberflächenspannung der im Nahrungsbrei und im Schleim des Verdauungstraktes eingebetteten Gasblasen, die dadurch zerfallen. Die dabei frei werdenden Gase können nun von der Darmwand resorbiert sowie durch die Darmperistaltik eliminiert werden.
Simeticon wirkt ausschließlich physikalisch, beteiligt sich nicht an chemischen Reaktionen und ist pharmakologisch und physiologisch inert.
Simeticon wird nach oraler Gabe nicht resorbiert und nach Passage des Magen-Darm-Traktes unverändert wieder ausgeschieden.
Simeticon verhält sich chemisch inert und wird nicht aus dem Darmlumen resorbiert. Systemisch toxische Wirkungen sind daher nicht zu erwarten.
Präklinische Daten lassen auf der Grundlage von Studien zur Toxizität bei wiederholter Verabreichung, zum karzinogenen Potenzial und zur Reproduktionstoxizität keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
Macrogolstearat 1500
Glycerolmonostearat
Sorbinsäure (Ph. Eur.)
Hyprolose
Natriumcyclamat
Saccharin-Natrium
Gereinigtes Wasser
Nicht zutreffend.
2 Jahre
Haltbarkeit nach Anbruch: 4 Wochen
Nicht über 30 °C lagern.
30-ml-Braunglasflasche mit Tropfeinsatz, Schraubverschluss und einem Dosierbecher
250-ml-Braunglasflasche mit Pilferproofverschluss oder PP-Schraubkappe und einem Pumpheber als Dosierelement
Originalpackungen mit
30 ml Emulsion zum Einnehmen (N1)
32 ml Emulsion zum Einnehmen (N1)
3 × 30 ml Emulsion zum Einnehmen
3 × 32 ml Emulsion zum Einnehmen (N3)
250 ml Emulsion zum Einnehmen (Spezialpackung zur Diagnostik, Entschäumer)
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.
BERLIN-CHEMIE AG
Glienicker Weg 125
12489 Berlin
Deutschland
Tel.: (030) 6707 - 0 (Zentrale)
Fax: (030) 6707 - 2120
www.berlin-chemie.de
36478.00.00
Datum der Erteilung der Zulassung:
28.05.1997
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung:
10.10.2002
Dezember 2024
Apothekenpflichtig