Milax® 1,0
1 g, Zäpfchen
Ein Zäpfchen enthält 1 g Glycerol.
Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Zäpfchen
Farblose oder weiße bis schwach gelbliche torpedoförmige Zäpfchen ohne Lufteinschlüsse
Bei Obstipation sowie zur Darmentleerung vor Rektoskopie; zur Erweichung des Stuhls bei Hämorrhoiden und Analfissuren.
Bei Bedarf wird 1- bis 2-mal täglich etwa 20 bis 30 Minuten vor der beabsichtigten Entleerung 1 Suppositorium Milax 1,0 rektal angewendet.
Ohne diagnostische Abklärung sollte die Anwendung von Abführmitteln nur kurzzeitig erfolgen. Die längerfristige Anwendung von Milax 1,0 führt häufig zu einer Verstärkung der Darmträgheit.
Bei chronischer Verstopfung sollte eine differenzial-diagnostische Abklärung erfolgen.
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile
Ileus
unklare Bauchschmerzen
Die Anwendung von Abführmitteln sollte bei Verstopfung nur kurzfristig erfolgen. Im Allgemeinen wird eine Behandlung mit Milax 1,0 erst dann empfohlen, wenn mit langfristigen Maßnahmen, wie der Veränderung der Ernährung (ballast- und quellstoffreiche Kost sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr) und des Lebensstils (z. B. ausreichende körperliche Bewegung) kein oder noch kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann.
Bei der Anwendung von Milax 1,0 kann es wegen des Hilfsstoffs Hartfett bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit solcher Kondome kommen.
Durch Milax 1,0 kann die Wirkung anderer rektal applizierter Arzneimittel durch deren vorzeitige Ausscheidung gemindert werden, wenn Milax 1,0 vor deren vollständiger Resorption angewendet wird.
Berichte über schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und der Stillperiode beim Menschen sind nicht bekannt.
Milax 1,0 hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Reizungen der Rektalschleimhaut sind möglich.
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von großer Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.
Überdosierung und Intoxikation bei rektaler Anwendung sind bisher nicht bekannt geworden.
Eine Überdosierung kann zu Durchfall und gegebenenfalls Reizungen im Analbereich führen.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel gegen Obstipation; Andere Mittel gegen Obstipation; ATC-Code: A06AX01
Glycerol wirkt dehydrierend und irritierend auf die Rektumschleimhaut. Der osmotische Effekt führt zu einer Erhöhung der Gleitfähigkeit und zur Erweichung des Stuhls. Die irritierende Wirkung des Glycerols stimuliert möglicherweise die rektale Kontraktion.
Rektal appliziertes Glycerol wird kaum resorbiert. Die Elimination des resorbierten Glycerols erfolgt über die Nieren.
Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen bei rektaler Anwendung erkennen.
Basisches Magnesiumcarbonat
Polysorbat 80 [pflanzlich]
Hartfett
Nicht zutreffend.
2 Jahre
Vor Feuchtigkeit geschützt und nicht über 25 °C lagern.
Zugeschweißte Gießformstreifen aus weißer, opaker PVC/PVdC/PE-Verbundfolie mit eingeprägter Chargenbezeichnung
Originalpackung mit 10 Zäpfchen
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.
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07. Dezember 1992
März 2023
Apothekenpflichtig