SomaKit TOC® 40 Mikrogramm Kit für ein radioaktives Arzneimittel

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SmPC)

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

SomaKit TOC® 40 Mi­kro­gramm Kit für ein radioaktives Arzneimittel

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche mit Pul­ver enthält 40 Mi­kro­gramm Edotreotid.

Das Radionuklid ist nicht in diesem Kit enthalten.

Vollständige Auflistung der sonstigen Be­stand­tei­le, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Das Kit für ein radioaktives Arzneimittel enthält:

  • Pul­ver zur Herstellung ei­ner In­jektionslösung: Die Durchstechflasche enthält ein wei­ßes lyo­phi­li­siertes Pul­ver.

  • Reaktionspuffer: Die Durchstechflasche enthält eine klare, farblose Lö­sung.

Zur radioaktiven Markierung mit [68Ga]Galliumchlo­ridlösung.

4. KLINISCHE ANGABEN

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

7. INHABER DER ZULASSUNG

Novartis Europharm Limited
Vista Building
Elm Park, Merrion Road
Dublin 4
Irland

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

EU/1/16/1141/001

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 08. Dezember 2016
Datum der letzten Verlängerung der Zulassung: 12. November 2021

10. STAND DER INFORMATION

Juli 2026

11. DOSIMETRIE

Gallium-68 zerfällt mit einer Halbwertszeit von 68 min zu stabilem Zink-68, zu 89 % durch Positronenemission mit einer durchschnittlichen Energie von 836 keV, gefolgt von Photonenvernichtungsstrahlung von 511 keV (178 %), 10 % durch orbitalen Elektroneneinfang (Röntgen- oder Auger-Emissionen) und 3 % durch 13 Gamma-Transitionen aus 5 angeregten Niveaus.

Die Dosimetrie von [68Ga]Galliumedotreotid wurde von Sandstrom et al. (2013) mithilfe der Software OLINDA/EXM 1.1 berechnet (Tabelle 1).

Tabelle 1 Dosimetrie von [68Ga]Galliumedotreotid

In auswählten Organen resorbierte Dosis

mGy/MBq

Organe

Mittelwert

Nebennieren

0,077

Gehirn

0,010

Brust

0,010

Gallenblasenwand

0,015

Untere Dickdarmwand

0,015

Dünndarm

0,023

Magenwand

0,013

Obere Dickdarmwand

0,020

Herzwand

0,020

Nieren

0,082

Leber

0,041

Lunge

0,007

Muskeln

0,012

Ovarien

0,015

Pankreas

0,015

Rotes Knochenmark

0,016

Osteogene Zellen

0,021

Haut

0,010

Milz

0,108

Hoden

0,011

Thymus

0,011

Schilddrüse

0,011

Harnblasenwand

0,119

Uterus

0,015

Gesamter Körper

0,014

Effektive Dosis
mSv/MBq

0,021


Die effektive Dosis aus der Verabreichung einer Aktivität von 200 MBq [68Ga]Galliumedotreotid an einen Erwachsenen mit 70 kg liegt bei etwa 4,2 mSv.
Bei einer verabreichten Aktivität von 200 MBq liegt die typische absorbierte Strahlendosis für die kritischen Organe bei 24 mGy für die Harnblase, 22 mGy für die Milz, 16 mGy für die Nieren und 15 mGy für die Nebennieren.

12. ANWEISUNGEN ZUR ZUBEREITUNG VON RADIOAKTIVEN ARZNEIMITTELN

Strahlensicherheit – Handhabung des Arzneimittels

Wasserdichte Handschuhe, effektive Strahlenabschirmung und angemessene Sicherheitsmaßnahmen bei der Handhabung des radioaktiv markierten SomaKit TOC sind notwendig, um eine unnötige Strahlenbelastung des Patienten, von Mitarbeitern, klinischem Personal und anderen Personen zu vermeiden.

Radioaktive Arzneimittel sind von bzw. unter der Aufsicht von medizinischem Fachpersonal zu verwenden, die durch spezifische Schulung qualifiziert und in der sicheren Anwendung und Handhabung von Radionukliden erfahren sind, und deren Erfahrung und Ausbildung durch die zuständige Aufsichtsbehörde bestätigt wurden.

Die [68Ga]Galliumedotreotidlösung darf nur unter Vorkehrungen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen und unter Beachtung pharmazeutischer Qualitätsanforderungen zubereitet werden. Entsprechende aseptische Vorsichtsmaßnahmen müssen getroffen werden. Falls die Unversehrtheit der Durchstechflaschen zu irgendeinem Zeitpunkt während der Zubereitung dieses Arzneimittels beeinträchtigt ist, darf es nicht mehr verwendet werden.

Eine 1-ml-Kunststoffspritze mit wenig Totraum ist zu verwenden, um das angemessene Volumen des während der Zubereitung hinzuzufügenden Reaktionspuffers präzise abzumessen. Es darf keine Glasspritze verwendet werden.

Zur Verabreichung ist die Lösung mit dem Stopper in eine Einzeldosisspritze mit geeigneter Abschirmung und steriler Einmalnadel aufzuziehen bzw. mithilfe eines zugelassenen automatisierten Applikationssystems.

Methode zur Zubereitung

SomaKit TOC wird als Kit mit zwei Durchstechflaschen geliefert. Es muss mit einer [68Ga]Galliumchloridlösung aus einem als Arzneimittel zugelassenen Generator mit einer eluierten Aktivität von bis zu 1 295 MBq (35 mCi) rekonstituiert und radioaktiv markiert werden.

Die Kompatibilität mit SomaKit TOC wurde für folgende zugelassene Generatoren nachgewiesen:

  • GalliaPharm, Germanium-68/Gallium-68 (68Ge/68Ga) Radionuklidgenerator (Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH),

  • Galli Ad, Germanium-68/Gallium-68 (68Ge/68Ga) Radionuklidgenerator (IRE-ELiT).

Für weitere Informationen siehe Fachinformation des jeweiligen Generators.

Die [68Ga]Galliumedotreotidlösung zur intravenösen Injektion muss unter aseptischen Bedingungen, gemäß nationaler Bestimmungen und folgender Anleitung hergestellt werden.

Rekonstitution und radioaktive Markierung mit dem GalliaPharm-Generator:

  1. Falls möglich, sollte die Heizplattform zur Erleichterung der Herstellung des radioaktiv markierten SomaKit TOC direkt neben dem Generator platziert werden.

  2. Die Temperatur des abgeschirmten Trockenbads mit Öffnungen von 25 mm Durchmesser auf 95 °C bringen. Bevor der Rekonstitutionsprozess beginnt, mithilfe eines Thermometers sicherstellen, dass die Temperatur erreicht ist und sich stabilisiert hat.

  3. Den Schnappdeckel von der Durchstechflasche mit dem Pulver (Durchstechflasche 1) lösen und die Oberseite des Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikum abreiben, um diese zu desinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen.

  4. Das Septum von Durchstechflasche 1 (Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung) mit einem sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilter durchstechen, um den atmosphärischen Druck innerhalb der Durchstechflasche während der radioaktiven Markierung aufrechtzuerhalten. Um Kontaminationen mit Metall zu vermeiden darf die Nadel des sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilters zu keinem Zeitpunkt mit dem Eluat in Kontakt kommen.

  5. Den Schnappdeckel von Durchstechflasche 2 (Reaktionspuffer) lösen und die Oberseite des Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikum abreiben, um diese zu desinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen. Mit einer 1-ml-Spritze mit wenig Totraum vorsichtig 0,5 ml Reaktionspuffer aufziehen und den Reaktionspuffer für Schritt „i“ in der Spritze belassen.

  6. Das männliche Luer-Lock der Auslassleitung des 68Ge/68Ga-Generators mit einer sterilen Nadel verbinden (silikonbeschichtet oder anderes geeignetes Material zur Reduktion der Verunreinigung mit Spurenmetallen).

  7. Die Elutionsnadel durch das Gummiseptum stechen und so Durchstechflasche 1 mit der Auslassleitung des Generators verbinden. Die Elutionsnadel unterhalb der Nadel des sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilters halten. Sicherstellen, dass sich die Nadeln nicht gegenseitig berühren und zu keinem Zeitpunkt in das Eluat eintauchen.

  8. Den Generator nach der Gebrauchsanweisung des Herstellers direkt in Durchstechflasche 1 (durch die Nadel) eluieren, um das Pulver mit einer eluierten Aktivität von bis zu 1 295 MBq (35 mCi) zu rekonstituieren. Die Elution kann entweder manuell erfolgen oder mit einer Pumpe.

  9. Am Ende der Elution wird der Generator von Durchstechflasche 1 getrennt, indem die Nadel aus dem Gummiseptum gezogen wird und sofort danach der vordosierte Reaktionspuffer aus der sterilen 1-ml-Spritze hinzugefügt wird. Die Spritze und den sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilter entfernen und die Durchstechflasche mit einer Zange in die Öffnung des Trockenbads bei 95 °C bringen. Die Durchstechflasche mindestens 7 Minuten (und nicht länger als 10 Minuten) ohne Schütteln oder Rühren bei 95 °C erhitzen.

  10. Nach 7 Minuten wird die Durchstechflasche aus dem Trockenbad genommen, hinter eine entsprechend etikettierte Bleiabschirmung gebracht und etwa 10 Minuten lang auf Raumtemperatur abgekühlt.

  11. Die Radioaktivität der Durchstechflasche wird mit einem geeigneten Kalibriersystem für Radioaktivität getestet und das Ergebnis notiert. Den Aktivitätswert, die Kalibrierungszeit, die Chargennummer und das Verfallsdatum auf das Etikett schreiben, das der Packung beiliegt und das nach der radioaktiven Markierung auf den Abschirmbehälter aus Blei aufgebracht werden soll.

  12. Nach den empfohlenen Methoden eine Qualitätskontrolle durchführen, um die Einhaltung der Vorgaben zu prüfen (siehe Abschnitt „Qualitätskontrolle“).

  13. Die Lösung ist vor Gebrauch einer Sichtprüfung zu unterziehen. Es darf nur eine klare Lösung ohne sichtbare Partikel verwendet werden. Die Sichtprüfung ist zum Strahlenschutz hinter einer Abschirmung durchzuführen.

  14. Die Durchstechflasche mit der [68Ga]Galliumedotreotidlösung bis zum Gebrauch unter 25 °C lagern. Zum Zeitpunkt der Anwendung muss das Arzneimittel aseptisch entnommen werden, wobei die Strahlenschutzstandards einzuhalten sind. Die Patientendosis ist unmittelbar vor der Verabreichung an den Patienten mit einem geeigneten Kalibriersystem für Radioaktivität zu messen. Auch die Daten zur Arzneimittelverabreichung sind zu notieren.

Abbildung 1 zeigt eine schematische Darstellung des Verfahrens zur radioaktiven Markierung.

Abbildung 1 Verfahren zur radioaktiven Markierung mit dem GalliaPharm-Generator


Rekonstitution und radioaktive Markierung mit dem Galli Ad-Generator

  1. Falls möglich, sollte die Heizplattform zur Erleichterung der Herstellung des radioaktiv markierten SomaKit TOC direkt neben dem Generator platziert werden.

  2. Die Temperatur des abgeschirmten Trockenbads mit Öffnungen von 25 mm Durchmesser auf 95 °C bringen. Bevor der Rekonstitutionsprozess beginnt, mithilfe eines Thermometers sicherstellen, dass die Temperatur erreicht ist und sich stabilisiert hat.

  3. Den Schnappdeckel von der Durchstechflasche mit dem Pulver (Durchstechflasche 1) lösen und die Oberseite des Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikum abreiben, um diese zu desinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen.

  4. Das Septum von Durchstechflasche 1 (Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung) mit einem sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilter durchstechen, um den atmosphärischen Druck innerhalb der Durchstechflasche während der radioaktiven Markierung aufrechtzuerhalten. Um Kontaminationen mit Metall zu vermeiden, darf die Nadel des sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilters zu keinem Zeitpunkt mit dem Eluat in Kontakt kommen.

  5. Den Schnappdeckel von Durchstechflasche 2 (Reaktionspuffer) lösen und die Oberseite des Verschlusses der Durchstechflasche mit einem geeigneten Antiseptikum abreiben, um diese zu desinfizieren. Dann den Stopper trocknen lassen. Mit einer 1-ml-Spritze mit wenig Totraum vorsichtig 100 µl aufziehen und den Reaktionspuffer für Schritt „g“ in der Spritze belassen.

  6. Mit einer sterilen 5-ml-Spritze mit steriler Nadel (silikonbeschichtet oder anderes geeignetes Material zur Reduktion der Verunreinigung mit Spurenmetallen) vorsichtig 4 ml Wasser für Injektionszwecke aufziehen und das Pulver in Durchstechflasche 1 rekonstituieren.

  7. Den in Schritt „e“ in die sterile 1-ml-Spritze aufgezogenen Reaktionspuffer hinzugeben.

  8. Das männliche Luer-Lock der Auslassleitung des 68Ge/68Ga-Generators mit einer sterilen Nadel verbinden (silikonbeschichtet oder anderes geeignetes Material zur Reduktion der Verunreinigung mit Spurenmetallen).

  9. Die Elutionsnadel durch das Gummiseptum stechen und so Durchstechflasche 1 mit der Auslassleitung des Generators verbinden. Die Elutionsnadel unterhalb der Nadel des sterilen 0,2-µm-Lüftungsfilters halten. Sicherstellen, dass sich die Nadeln nicht gegenseitig berühren und zu keinem Zeitpunkt in das Eluat eintauchen. Drehen Sie den Schalter um 90° in die Ladeposition und warten Sie dann 10 Sekunden, bevor Sie den Schalter wieder in die Ausgangsposition drehen, entsprechend der Gebrauchsanweisung des Generators.

  10. Durchstechflasche 1 über den sterilen 0,2‑µm-Lüftungsfilter an ein Vakuumgefäß oder eine Pumpe anschließen, um die Elution zu starten. Den Generator direkt (durch die Nadel) in Durchstechflasche 1 eluieren mit einer eluierten Aktivität von bis zu 1 295 MBq (35 mCi).

  11. Am Ende der Elution zunächst die Nadel aus dem Vakuumgefäß ziehen, um atmosphärischen Druck in Durchstechflasche 1 aufzubauen, dann wird der Generator von Durchstechflasche 1 getrennt, indem die Nadel aus dem Gummiseptum gezogen wird. Schließlich den sterilen 0,2‑µm-Lüftungsfilter entfernen und die Durchstechflasche mit einer Zange in die Öffnung des Trockenbads bei 95 °C bringen. Die Durchstechflasche mindestens 7 Minuten (und nicht länger als 10 Minuten) ohne Schütteln oder Rühren bei 95 °C erhitzen.

  12. Nach 7 Minuten wird die Durchstechflasche aus dem Trockenbad genommen, hinter eine entsprechend etikettierte Bleiabschirmung gebracht und etwa 10 Minuten lang auf Raumtemperatur abgekühlt.

  13. Die Radioaktivität der Durchstechflasche wird mit einem geeigneten Kalibriersystem für Radioaktivität getestet und das Ergebnis notiert. Den Aktivitätswert, die Kalibrierungszeit, die Chargennummer und das Verfallsdatum auf das Etikett schreiben, das der Packung beiliegt und das nach der radioaktiven Markierung auf den Abschirmbehälter aus Blei aufgebracht werden soll.

  14. Nach den empfohlenen Methoden eine Qualitätskontrolle durchführen, um die Einhaltung der Vorgaben zu prüfen (siehe Abschnitt „Qualitätskontrolle“).

  15. Die Lösung ist vor Gebrauch einer Sichtprüfung zu unterziehen. Es darf nur eine klare Lösung ohne sichtbare Partikel verwendet werden. Die Sichtprüfung ist zum Strahlenschutz hinter einer Abschirmung durchzuführen.

  16. Die Durchstechflasche mit der [68Ga]Galliumedotreotidlösung bis zum Gebrauch unter 25 °C lagern. Zum Zeitpunkt der Anwendung muss das Arzneimittel aseptisch entnommen werden, wobei die Strahlenschutzstandards einzuhalten sind. Die Patientendosis ist unmittelbar vor der Verabreichung an den Patienten mit einem geeigneten Kalibriersystem für Radioaktivität zu messen. Auch die Daten zur Arzneimittelverabreichung sind zu notieren.

Abbildung 2 zeigt eine schematische Darstellung des Verfahrens zur radioaktiven Markierung mit dem Galli Ad-Generator.

Abbildung 2 Verfahren zur radioaktiven Markierung mit dem Galli Ad-Generator


[68Ga]Galliumedotreotidlösung ist bis zu 4 Stunden nach der Zubereitung stabil. Deshalb kann die radioaktiv markierte Lösung innerhalb von 4 Stunden nach der Herstellung entsprechend der für die Verabreichung erforderlichen Radioaktivität verwendet werden.

Radioaktive Abfälle müssen in Übereinstimmung mit den entsprechenden nationalen Vorschriften entsorgt werden.

Nach der radioaktiven Markierung mit dem richtigen Volumen des Reaktionspuffers und des Generator-Eluats ist jegliche weitere Verdünnung mit egal welchem Verdünnungsmittel untersagt.

Qualitätskontrolle

Tabelle 2 Spezifikationen von [68Ga]Galliumedotreotid

Test

Freigabekriterien

Methode

Aussehen

Klare Lösung ohne sichtbare Teilchen

Sichtprüfung

pH-Wert

3,2–3,8

pH-Indikatorstreifen

Markierungseffizienz
kolloidale Gallium-68-Spezies

≤ 3 %

Dünnschichtchromatografie
(iTLC 1, siehe Details unten)

Markierungseffizienz
% freies Gallium-68

≤ 2 %

Dünnschichtchromatografie
(iTLC 2, siehe Details unten)


Die Qualitätskontrollen sind zum Schutz vor Strahlung hinter einer Abschirmung durchzuführen.

Empfohlene Methode zur Bestimmung der Markierungseffizienz von [68Ga]Galliumedotreotid:

ITLC 1:
Material

  • iTLC-Glasfaserpapier (z. B. Agilent ITLC SGI001), zugeschnitten auf 1 cm x 12 cm Streifen

  • Mobile Phase: Ammoniumacetat 1M: Methanol (1:1 V/V)

  • Entwicklungstank

  • Radiometrischer TLC-Scanner

Probenanalyse

  1. Der TLC-Entwicklungstank wird vorbereitet, indem die mobile Phase auf eine Tiefe von 3 bis 4 mm hineingegeben wird. Dann wird der Tank verschlossen, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat.

  2. Ein Tropfen [68Ga]Galliumedotreotid auf eine Bleistiftlinie 1 cm vom unteren Rand des iTLC-Streifens.

  3. Der iTLC-Streifen kommt dann in den Entwicklungstank, bis eine Bewegung von 9 cm ab dem Anbringungspunkt stattgefunden hat.

  4. Scan des iTLC mit einem radiometrischen TLC-Scanner

  5. Die Vorgaben für den Retentionsfaktor (Rf) sind:
    Nicht komplexiertes Gallium (68Ga) = 0 bis 0,1
    [68Ga]Galliumedotreotid = 0,8 bis 1

Die Markierungseffizienz wird berechnet durch Integration des Peaks mit Rf = 0 bis 0,1 – muss bei ≤ 3 % liegen.

ITLC 2:
Material

  • iTLC-Glasfaserpapier (z. B. Agilent ITLC SGI001), zugeschnitten auf 1 cm x 12 cm Streifen

  • Mobile Phase: Natriumcitrat 0,1 M (pH 5) in Wasser

  • Entwicklungstank

  • Radiometrischer TLC-Scanner

Probenanalyse

  1. Der TLC-Entwicklungstank wird vorbereitet, indem die mobile Phase auf eine Tiefe von 3 bis 4 mm hineingegeben wird. Dann wird der Tank verschlossen, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat.

  2. Ein Tropfen [68Ga]Galliumedotreotidlösung auf eine Bleistiftlinie 1 cm vom unteren Rand des iTLC-Streifens.

  3. Der iTLC-Streifen kommt dann in den Entwicklungstank, bis eine Bewegung von 9 cm ab dem Anbringungspunkt stattgefunden hat.

  4. Scan des TLC mit einem radiometrischen TLC-Scanner
    Die Vorgaben für den Retentionsfaktor (Rf) sind: [68Ga]Galliumedotreotid = 0,1 bis 0,2
    Freies Gallium-68 = 0,9 bis 1

Die Markierungseffizienz wird berechnet durch Integration des Peaks mit Rf = 0,9 bis 1,0 und muss bei ≤ 2 % liegen.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europäischen Arzneimittel-Agentur https://www.ema.europa.eu verfügbar.

13. VERKAUFSABGRENZUNG: VERSCHREIBUNGSPFLICHT / APOTHEKENPFLICHT

Deutschland
Verschreibungspflichtig

Österreich
Rezeptpflichtig, wiederholte Abgabe verboten, Abgabe nur an Inhaber einer Bewilligung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen gemäß Strahlenschutzgesetz.










14. KONTAKTADRESSE IN DEUTSCHLAND

Novartis Pharma GmbH
Sophie-Germain-Straße 10
90443 Nürnberg
Telefon: (09 11) 273-0

Medizinischer InfoService
Telefon: (09 11) 273-12 100
Telefax: (09 11) 273-12 160
E-Mail: infoservice.novartis@novartis.com

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